Geschrieben von Realmatze am 5. Oktober 2011 um 22:00 Uhr
 

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System: Playstation 3

Vertrieb: THQ

Entwickler: Relic Entertainment

Genre:Third-Person Action Shooter

Spieler: 1

HDD: mind. 5MB

Auflösung: 720p

Netzwerkfunktionen: vorhanden

Netzwerk-Spieler: 2 – 16

Playstation Move: nicht unterstützt

3D-Funktion: nicht vorhanden

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Warhammer 40.000 begann als Tabletopspiel mit einer denkbar einfachen Story. Zukunft. Krieg. Menschheit am Rande der Vernichtung. Recht schnell jedoch schaffte es die Marke sich einen Namen zu machen und schuf eine große Fangemeinde um sich herum. Inzwischen ist das Universum um Warhammer 40k viel größer und erstreckt sich vom Tabletop über dutzende Romane bis hin zu Strategiespielen und Egoshootern. Nun wagt THQ den Sprung auf die Next Gen Konsolen und schickt die genmanipulierten Supersoldaten der Menschen erneut in die Schlacht gegen die drohende Vernichtung. 

 

Erneut steht die Imperiale Armee einem schrecklichen Feind gegenüber. Tausende und Abertausende Orks haben die Fabriken der Imperialen auf Graia überfallen. Zur Rettung schickt der Imperator eine Gruppe Space Marines auf den Fabrikplaneten, unter ihnen Captain Titus der schon oft gegen die grüne Pest gekämpft hat und keine Furcht kennt. Ihm zur Seite steht ein junger Space Marine, frisch von der Ausbildung und dem Kodex immer treu. Ob THQ nun mit dem Warhammer-Universum der Sprung ins Action Genre gelingt, erfahrt ihr unserem Test.  

 

 



 

DAS MACHT Warhammer  40.000®  Space Marine® RICHTIG

 


 

Ein Mann und sein Schwert 

In Warhammer 40.000® Space Marine® verfügt der Held über ein ausgewogenes Waffenarsenal, jedoch reicht dies nicht aus um Titus die riesigen Massen von Orks vom Leibe zu halten. Rücken einem die Viecher zu sehr auf die Pelle, muss man schon mal das Schwert ziehen um sich mit ein paar gezielten Hieben zu verteidigen. Die Kombos sind denkbar einfach und schnell erlernt, auch kann man Gegner greifen und mit nur einem Schlag exekutieren, um die eigene Gesundheit aufzufüllen. Jedoch sollte man sich dreimal überlegen, ob man einen Exekutionsgriff ausführen will, denn dieser macht einen für den Moment angreifbar. Eine gute Balance zwischen Nah- und Fernkampf ist somit wichtig und kann über Sieg oder Niederlage entscheiden.

 

Nur die Harten.. 

…kommen in den Multiplayer. Doch dieser lohnt sich. Man hat die Wahl zwischen dem ganz normalen Deathmatchwahnsinn und dem süchtig machenden Annektieren. In typischer alle gegen alle Manier kämpft, schießt und ärgert man sich durch die Gegnermassen bis jemand zuerst die benötigten 41 Kills erreicht hat. Im annektieren Modus ist jedoch Teamarbeit gefragt. Je nach Karte gilt es hier strategisch wertvolle Punkte zu erobern und zu verteidigen. Jede Sekunde steigt auch das Punktekonto eures Teams entsprechend der Anzahl an Punkten in eurem Besitz. Hier hängt alles von den Entscheidungen jedes Einzelnen ab. Verteidigen oder erobern. Helfen oder in Deckung gehen. Teamgeist und Führungsqualitäten sind gefragt.   

 

Da lacht das Designerherz 

Hat man sich erst im Multiplayer bewährt, kommen auch die ersten Belohnungen. Spezialmanöver und –Fähigkeiten und verschiedene Waffen lassen jeden seinen Charakter ganz individuell anpassen. So kann man jede Klasse spezifisch anpassen und die Vorteile seines Lieblings stärken, oder Schwächen ausgleichen. Zur Auswahl steht der langsame, aber kräftige Devastor bzw. Havoc, der schwache, aber flinke und fliegende Sturm Space Marine bzw. Chaos Raptor und der Allround – Space Marine. Wem das noch zu wenig Individualisierungsmöglichkeiten sind, der kann die Rüstung designen. Jedes Einzelteil ist für sich allein veränderbar, dazu zählen unter anderem der Helm, die Schulterplatten (links und rechts getrennt bearbeitbar) oder der Torso. Sowohl Farben als auch Erscheinung können verändert werden. Wer wollte nicht schon immer einen rosa Chaos Havoc spielen?

 

DAS MACHT Warhammer  40.000® Space Marine® FALSCH

 


 

Dem Straßenverlauf folgen 

Den Freiheiten im Singleplayer sind Grenzen gesetzt. Entdecker werden hier nicht auf ihre Kosten kommen, verlaufen ist auch unmöglich. Zudem sind die Level auch nicht allzu abwechslungsreich gestaltet, die einzigen großen Unterschiede sind draußen in der Wüste oder drinnen im Fabrikgebäude oder in dessen der Kanalisation. Dadurch sind auch Gegner oft schon von weitem zu sehen und können in aller Seelenruhe von dort aus erledigt werden. Lediglich die gelegentlich versteckten Servoschädel, welche Aufzeichnungen von verendeten Soldaten enthalten, laden zum genaueren Umschauen ein.

 

Der Ko-op Modus 

Im Spiel ist man nie allein unterwegs. Die meiste Zeit stehen einem 2 Begleiter zur Verfügung die einen tatkräftig im Kampf unterstützen. Die programmierten Freunde stellen sich dabei zwar nie dumm an oder laufen ins offene Gegnerfeuer, aber was würde sich da besser anbieten, als ein Ko-op Modus, sodass man sich zusammen mit seinem besten Kumpel durch die Orkhorden metzeln kann. Gemeinsam auf der Couch oder Online mit Headset und sich gegenseitig taktische Vorgehensweisen ins Ohr brüllen kann. Wer nun schon fleißig Pläne schmiedet, der muss leider enttäuscht werden. Das Spiel verfügt über keinen Ko-op Modus. Jedoch stehen Pläne, dass ein solcher nachgereicht werden soll. 

 

Ich will doch nur spiel’n.. 

Wer in den Genuss des Onlinemodus kommen will muss sich mit den Ladezeiten des Betretens auseinandersetzen. Manchmal kann man sich nach nur 5 Minuten in die Schlacht stürzen, dann kann es wiederum sein, dass es eine halbe Stunde dauert oder man gar nicht erst reinkommt. Obwohl 20 potentielle Spiele gefunden werden sitzt man davor und sieht, wie die Zahl immer kleiner wird und schließlich auf 0 steht. Anstatt die ganze Zeit auf den Bildschirm zu starren kann man auch in die Küche gehen und sich was zu Essen kochen. Wenn man Glück hat, ist ein Match verfügbar wenn man satt ist.

 

 BESONDERHEITEN

+ 

+ Selbst regenerierender Schild & extra Gesundheit 

+ Online sofortige EXP Vergabe 

+ Keine Festplatteninstallation nötig

+Schnelles Matchmaking

- 

- Keine Lippensynchronität 

- Teilweise dumme Gegner-KI

-Kaum Abwechslung bei den Gegnern

- Zufall ob man Chaos oder Space Marine spielt (Online)

 

FAZIT

8.0 von 10

Warhammer 40.000® Space Marine® ist ein Spiel, so simpel wie es nur sein könnte. Die Gegner sind dumm und handeln nach Schema F, die Figur steuert sich träge und die Story ist einfach und leicht zu verstehen.  

Und genau das macht an dem Spiel am meisten Spaß. Man hat das Gefühl einen vom Kampf gebrandmarkten, in einer schweren Rüstung steckenden Soldaten auf einem fernen, schmutzigen Planeten zu spielen. Neulinge könnten sich schwer tun, Kenner der Serie werden die Atmosphäre zu schätzen wissen und im Multiplayer so manchen Spaß haben.

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