Geschrieben von BlackPhantom am 25. November 2012 um 11:58 Uhr

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Need for Speed Most Wanted Fans aufgepasst, denn jetzt geht es in die 2. Runde mit dem Rennspiel. Criterion Games hat es sich zusammen mit EA zur Aufgabe gemacht, das altbekannte Most Wanted noch einmal neu auferstehen zu lassen. Spannende Action und Verfolgungsjagden warten erneut auf dich. Ob sich der rasante Fahrspaß lohnt oder nur auf dem Standstreifen fährt, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Der Beginn des Rasens

Das Spiel startet mit einer kurzen Einführung bevor man in seinem ersten Auto sitzt und das Rennen beginnen kann. Am Anfang dauert es eine kleine Weile, ehe man sich mit der Steuerung und den Gewohnheiten der Autos angefreundet hat. Doch ist das einmal überwunden, lassen sich die Autos super fahren, wobei jedes Auto sich anders verhält. Es gibt pro Auto 5 verschiedene Rennen, welche in leicht, mittel und schwer unterteilt sind, sowie verschiedene Renntypen wie Sprint, Rundkurs oder Polizeiverfolgung. Das bietet eine große Abwechslung und verhindert, dass es schnell monoton und langweilig wird.

Nach den meisten Rennen, gibt es für den 1. Platz freischaltbare Modifikationen, wie Nitro oder verschiedene Getriebe, welche es ermöglichen das Auto zu tunen und so noch schneller fahren zu können. Die Teile können individuell auf sich selbst angepasst werden, je nachdem welchen Fahrstil man an den Tag legt.  

 

Blaulicht im Rückspiegel!

Natürlich dürfen bei einem Need for Speed Most Wanted die Polizisten mit ihren Streifenwagen nicht fehlen. Egal ob auf der freien Karte oder im Rennen, sobald man ihnen in die Quere kommt, blitzt das Blaulicht auf und man steckt mitten in einer Verfolgung. Man merkt schnell, dass die Polizisten hier deutlich schneller aggressiver vorgehen und einen mit allen Mitteln versuchen zu stoppen. In den 6 verschiedenen Fahndungsstufen bekommen die Polizisten auch neue und bessere Autos hinzu, welche ebenfalls schneller und besser gepanzerter werden. Anders als im originalen Teil von Most Wanted passiert hier bei einer Verhaftung nichts weiter, als dass man wieder an seinen Startpunkt versetzt wird. Es gibt also keine Sorge mehr, dass bei der 3. Verhaftung das Auto entzogen wird. Somit fällt der Nervenkitzel weg, der passiert, wenn man wieder von der Polizei erwischt wird.

Man merkt schnell, dass die Gegner eine gewisse Fairness und Intelligenz bieten. Die gegnerischen Fahrer rammen alles und jeden und konzentrieren sich nicht nur auf den Spieler. Genauso sieht es mit den Cops aus, sie verteilen sich und versuchen alles und jeden zur selben Zeit auszuschalten. So muss man sich nicht alleine mit der Bedrohung der anderen herumärgern. Takedowns gegen die gegnerischen Fahrer und Cops kann man recht einfach ausführen, man kann sie von jeder Seite gegen eine Wand oder ein Hindernis rammen und schon sind die Autos platt und spawnen kurze Zeit wieder hinter euch.

 

Wollen wir zusammen fahren?

Wie bereits von vielen Spielen gewohnt, bietet auch Need for Speed Most Wanted wieder einen Online Modus, um zusammen mit seinen Freunden online fahren zu können. Der Onlinemodus läuft getrennt vom Offlinemodus, sprich man muss hier erneut Wagen, Farben, sowie Modifikationen freischalten und im Online Level aufzusteigen. Die Autolog Server laufen derzeit alles andere als stabil und so kommt es oft zu Verbindungsabbrüchen oder dem Abbruch des Autologs, welcher es ermöglicht, seine besten Zeiten mit anderen zu vergleichen.

 

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Geile Karren – geiler Sound

Man kann im Spiel über 41 verschiedene Wagen, der verschiedensten Hersteller bestaunen und auch fahren. Vom Ford bis zum Koenigsegg ist alles vertreten und für jeden etwas dabei. Man merkt schnell, dass in Sachen Grafik und Motorsound einiges geschehen ist und so wirken die Autos detailgetreu nachempfunden und auch der Klang des Motors macht einiges her. Need for Speed zeigt also, dass es möglich ist, jedem Auto seinen individuellen Klang zu verpassen um nicht nur immer dasselbe lahme Tuckern zu hören, wie in anderen erhältlichen Racing-Games.

Realistisch ist auch der ausfahrbare Heckspoiler bei einigen Automodellen, welcher je nach Geschwindigkeit ausgefahren oder eingefahren wird. Man hat also ein tolles Fahrgefühl, welches der Realität gut nachempfunden wurde. Es gibt, wie bereits gewohnt, Tag- und Nachtrennen. Man kann am Tag die ganze Stadt bewundern, welche wirklich nett designt wurde und viele Gebäude, sowie fiktive Sehenswürdigkeiten bietet. Die Rennen führen auch durch diese Sehenswürdigkeiten und man kann durchspringen oder drüberrasen oder einfach seine Gegner in diese reinrammen. Weggefallen sind Rennen im Regen, es gibt absolut keinen Regeneffekt mehr im Spiel und so bleibt die Fahrbahn trocken.

 

Wie viel Burnout steckt im Spiel?

Dass Criterion weiß wie man Rennspiele programmiert, war schon seit Burnout klar. Doch wie viel würde man davon wieder bei Need for Speed finden? In den Trailern wurde schnell klar, dass hier ein Mix aus Need for Speed und Burnout entsteht. Der Takedown wurde aus Burnout übernommen, was bedeutet, dass man gegnerische Racer und Polizisten in jede erdenkliche Stelle rammen kann. Einige Streckenteile und Objekte, wie der Leuchtturm wurden direkt aus Burnout importiert und sehr schön in das Spiel integriert. Auch ganze Streckenteile finden sich im Spiel wieder, welche 1 zu 1 übernommen wurden und mit in die große Karte eingefügt wurden. Der Großteil stammt jedoch, und so ist es auch gut, vom alten Most Wanted Teil ab.

Nehmen wir die Top 10 Most Wanted Liste oder die Speed Points, auch Kopfgeld genannt, oder die spannenden Verfolgungsjagden. Einige Sachen wurden aber leider auch komplett geändert oder abgeschafft. Die Verhaftung hat keine Konsequenzen mehr, die Top 10 Liste steht nicht mehr an einer Tafel in der Garage und wird abgehakt. Man kann keine Objekte mehr wie Baumstämme auf die Gegner rollen lassen, indem man bestimmte Punkte kaputt fährt. Need For Speed Most Wanted bildet eine gute Fusion, aus 2 soliden alten Racertiteln. Man hätte jedoch noch einige Punkte mit einbauen oder besser einbinden können.

 

 War’s das schon?

Für alle, die den Offline Modus schon fertig haben und an der Spitze der MostWanted Liste stehen, gibt es noch einiges zu tun. Man kann sich komplett auf der ganzen Karte frei bewegen und darf alle Radarkameras, Sicherheitstore, Werbetafeln und Wechselstellen im Spiel suchen und somit die komplette Karte ausfüllen. In der freien Karte wird man genauso von den Polizisten verfolgt und muss versuchen diesen zu entkommen, indem man sich versteckt oder einfach viel schneller fährt. Man kann außerdem mit jedem Rennwagen versuchen 5 Rennen zu gewinnen.

 

Fazit

Need for Speed Most Wanted ist ein super Rennspiel und vereint die Elemente des alten Most Wanted kombiniert mit Teilen aus Burnout Paradise super. Es ist wohl das beste Need for Speed, welches bisher für die PS3 erschienen ist. Leider hat auch dieses Spiel gerade in der Anfangsphase, kleine Bugs wie Bildzusammenbrüche oder immer wieder abstürzende Autolog Verbindungen, die es ermöglichen die Bestenlisten zu vergleichen. Letztendlich macht das Spiel großen Spaß und vermittelt einen Fortschritt in die richtige Richtung. Denn so muss ein Need for Speed sein, abwechslungsreich, grafisch schön und vor allem nicht zu unfair.

 

9/10

         

Kommentare (14)
  1. Das Spiel ist wirklich gut, sofern man keinen Racing-Simulation oder sowas erwartet, sondern einen spaßigen Arcaderacer. Wenn einem das Spiel Spaß machen soll, muss man seine Erwartungen richtig einstellen, weil der Name einfach ungerechtfertigt ist im Vergleich zum ersten Most Wanted. Ich spiele das Spiel(auf Computer), aber eher als eine Art Burnout. Wer mit der Erwartung eines Nachfolgers zum Most Wanted von 2005 rangeht, wird bitter enttäuscht.

  2. Ach ja nochwas !
    Das Bild oben . Da ist ein Lamborghini Murcielago und ein Bugatti polizei Auto . Die gibts leider beide nicht im Spiel . Ein Bugatti gibts schon , aber nicht als Polizei Auto :(

  3. 9/10 ??? *lol*

    2/10 !

    Die ersten 5 min ham mir gereicht, selbst für Arcade viel zu schlecht! Absolut unspielbar und ich weis was ich sage ich hab The Run bis zum bitteren Ende durchgezoggt.

  4. Jeder hat seine eigene Meinung, es kann ja nicht jedem gefallen.
    Und The Run war wohl deutlich schlechter als dieser Teil, weil das ja viel mehr Action schon wieder w.ar

  5. Ein netter Test, wenn auch zu wenig kritisch bzw. einige Punkte nicht erwähnt wurden. Mit keinem Wort wird beispielsweise die Gummiband-KI erwähnt. Man kann sagen, dass Rennspiele diese brauchen. Aber hier ist sie eindeutig viel zu stark. Auch kann man keine (emotionale) Verbindung zum eigenen Wagen herstellen – weil man keinen eigenen Wagen besitzt. Vielmehr MUSS man nach 5 Rennen den Wagen wechseln. Oder das große verschwendete Potenzial zur “Story”. Mit Zwischensequenzen etc.. hätte man etwas feines draus machen können. Aber so? Egal wie tief man hier die Erwartungen setzt – man wird enttäuscht, da man nicht einmal ein Foto oder einen Namen vom Most Wanted Fahrer hat. Auch die Crash-Cam nervt schon nach 5 Rennen. In Hot Pursuit oder Burnout ist mir diese nicht negativ aufgefallen. Dies lag vermutlich an dem geringeren Verkehrsaufkommen. Selbst das HUD im Rennen finde ich zu unübersichtlich, welches mir eigentlich noch in keinem Rennspiel negativ aufgefallen ist. Auch die Framerateabstürze (Ruckler) nerven, welche du in deinem Fazit angeschnitten hast. Ich hatte sogar schon Pausen, in denen sich die Spielwelt langsam fertig aufbauen musste bis es weiter geht.
    Aber auch positive Aspekte wie das tolle easydrive-Menü hab ich nicht herauslesen können. Mir persönlich gefällt auch die tolle Umgebung und Streckenführung. Alles in allem ein gutes Spiel, welches allerdings entfernt von einer 9 ist. Das beste NFS für die PS3? Wenn man die Shift-Auskopplung (hier fehlt der Vergleich) außer Acht lässt … HP oder MW. Ich weiß nicht. Dafür habe ich MW auch noch zu wenig gespielt.

  6. Es ist meiner Meinung nach ein wirklich gutes Spiel geworden.Ich bin zwar gerade noch mit den Single PlayerModus beschäftigt und habe in den Online Modus noch nicht herein geschaut,dennoch muss ich als stolzer Besitzer von Need for Speed 3 Hot Pursuit (PS1),Need for Speed Underground1+2 und Need for Speed Most Wanted(alles PS2)sagen, das mir das individuelle Tunning der Wagen sei es optisch oder technisch schon ein wenig fehlt.Trotzdem es gibt eine riesige Wagenauswahl,spitzen Rennen,und spannende wenn auch manchmal nervende Verfolgungen mit den blau weissen(Schalker).Alles im allen nen super Spiel.

  7. 9/10 finde ich zu hoch bewertet. Es ist zwar durchaus kein schlechtes Spiel, aber es gibt genügend mängel die in meiner Meinung zu einer 7-8/10 werden.
    Ist aber glaube ich ein allgemeines Problem, wenn man sagt 7/10 meinen alle, man findet das Spiel grottig, dabei bedeutet es, dass es ein durschnittliches aber gutes Spiel ist.

  8. Mich überzeugt es kaum! Es gibt nicht mal eine richtige Story, man wählt einfach über Easy Drive ein Rennen und gut ist… Das ist sehr öde nach ‘ner bestimmten Zeit! Man keine Autos aufmotzen ( außer Sachen die man nicht erkennen kann ). Meiner Meinung nach schlechter als Need for Speed Underground 2! Wie schon gesagt wurde gibt es unter den verschiedenen Autos 5 Rennen. Nachdem man Platz 1 auf der Most Wanted Liste ist, hat man meißt bei den verschiedenen Autos schon alle Rennen gefahren. Daher nicht wirklich ein Spiel für die Dauerbeschäftigung!