Geschrieben von ocame am 26. Juli 2012 um 10:16 Uhr

Harvey Smith von Arkane Studios hat kein Interesse an zu vorhersehbaren »Action für eine Minute«-Shootern und versucht damit Dishonored deutlich vom Genre der First-Person-Shooter zu distanzieren.

In einem Interview mit GamesIndustry plauderte Smith über einen kleinen Auszug aus legendären First-Person-Shootern. Dabei nannte er Spiele wie Deus EX, Farcry 2 und BioShock. Aber ebenso geistige Vorreiter wie System Shock oder Sandkastenkumpel Ultima Underworld.

»Dies sind keine First-Person-Shooter, sondern First-Person-Games mit erzählerischer Tiefe. Spiele dieser Art spielen sich sehr intensiv und erlauben dem Spieler einen Mix aus einer Simulation mit Schleich- und Kampfelementen sowie einer erzählerisch starken Geschichte«, erklärt Smith.

»Hier geht es nur um die Freiheit des Spielers, wir wollten nie ein Spiel zimmern, welches den Spieler in einer linearen Schlucht aussetzt ohne die Möglichkeit, nach links oder rechts auszuweichen. Alles sieht zwar spitze aus, aber egal was du tust, du kommst zwangsläufig am Ende an. Daran haben wir kein Interesse. Wir wollten ein Spiel schaffen, in dem du hinter das Gebäude gehen und auf das Dach klettern kannst, in den Abwasserschacht schlüpfst und aus einem Gulli auf der anderen Seite wieder rauskommen kannst«.

Smith erklärt, er habe das Gefühl, dass die Videospielindustrie von ihrer Vielfalt lebt. Jedes Genre habe seinen Platz, aber im Bereich der strukturierten Shooter würde man nach wie vor nicht eifrig genug an die Arbeit gehen.

»Wir wollen Spiele, die sich nicht nur auf ihr gutes Aussehen verlassen und genau das ist unser Ziel mit Dishonored. Wir wollen dem Spieler die Macht geben, sein Spiel selbst zu gestalten und aktiv daran teilzunehmen. Wir wollen den Spieler alles abverlangen, dieses Spiel spielt sich nicht von selbst.«

Smith und sein Co-Creative-Director von Dishonored, Rafael Colantinio, können beide auf einen guten Ruf zurückgreifen. Warren Spector, Ken Levine und Kent Hocking sind »inspirierend« für Smith, wird er oft zitiert.

Dishonored erscheint im Oktober für PS3, X-Box 360 und PC.


[via]

Kommentare (8)
  1. Wenn Dishonored besonders gut wird, dann könnten die Entwickler den Stein ins rollen bringen womit lineare FPS langsam aber sicher nicht mehr entwickelt werden. Die Einstellung zu FPS find ich von den Entwicklern sehr cool.

    Ein weiterer Grund wieso ich mir Dishonored holen werd :)

  2. Gegen lineare Spiele habe ich grundsätzlich nichts, sofern sie eine gute Story bieten.
    Offene Spielwelten haben oft das Problem dass man den Blick für die Handlung verliert.
    Auf Dishonored bin ich sehr gespannt und ich hoffe dass dort der perfekte Mittelweg gefunden wird.
    Wie bei Bioshock nur mit der Möglichkeit des Backtrackings, das wär toll.

  3. ich hoffe das fast alle liniaren games i-wann aussterben, das ist immer ein bisschen lächerlich wenn du nur 2m von der straße weg willst und eine unsichbarewand dir den weg blockiert… deswegen gefält mir die idee von open world first person games

  4. Also lineare Spiele sollten, und werden denk ich mal, nicht aussterben…!!!
    Ich bevorzuge es auch gerne mal ein lineares Spiel zu spielen, weil ich einfach NICHT in tausend Ecken gehen will,
    mir NICHT den bestmöglichen Weg suchen will, mir NICHT überlegen muss, welche Entscheidung ich jetzt treffe.
    Und ich hab auch keine Lust mir 5 verschiedene Enden oder Story-Lines reinzuziehen!!!
    Es sollte weiterhin beides geben!! Abwechslung muss sein!!!

  5. Und dieses “das” nur mit einem “s” (bezieht sich auf das Thema und ist daher kein Bindewort) – wenn wir schon dabei sind. :D

    Zum Thema:
    Man braucht einfach die richtige Mischung. Wenn es nur noch Open-World- und Sandbox-Spiele gäbe, wär’s langweilig, genauso wie wenn nur noch Spiele mit linearem Gameplay erscheinen würden (und das müssen nicht mal nur Shooter sein). Erst dann, wenn jedes Gebiet gleich ausschaut oder sich alle Spiele einer Sorte bis auf’s Haar gleichen (da kann die Story noch so gut sein, wenn das Gameplay fad ist und umgekehrt), sollte das Ganze noch einmal überdacht werden. Solange das aber nicht der Fall ist, sollten, finde ich, auf keinen Fall nur noch bestimmte Spiele erscheinen.
    Wenn Arkane Studios das nicht möchten, okay, sollen sie sich auf Open-World-Spiele spezialisieren – solange es nicht zu irgendwelchen dummen Sprüchen/Vergleichen kommt und etwas Vernünftiges dabei herauskommt. :P

  6. Warum nimmt er Farcry 2 darin auf^^ Habe ich was verpasst.
    Farcry 2 ist nicht wirklich Linear, aber dieses Monotone hin und her gelaufe ist auch nicht besser.
    Ich will im Prinzip einfach nur ein gutes Stealth Spiel mit dichter Atmosphäre, evlt guter Story, gutem Skillsystem, Große Auswahl an Wegen und Möglichkeiten zum Meucheln und auch ein nicht zuleiches Spiel.
    Ich hoffe wirklich das man nicht einfach reinrennen kann und alles einfach plattmacht wie in den meisten Shootern, sondern wie bei Deus Ex, dass man tierisch auf den Sack bekommt XD